Für Fahrgäste wird es ein harter Montag in Berlin werden. Sowohl U-Bahnen, Trams als auch Busse werden weitgehend stillstehen, aufgrund eines eintägigen Warnstreiks bei der BVG. Wie so oft sind sie es wieder mal, die am meisten unter der Arbeitsniederlegung leiden dürften und die teils vor große Herausforderungen gestellt werden.
Einen Umstand, den auch der Berliner Fahrgastverband Igeb sieht. Er hat deswegen eine klare Meinung zum Streik.
BVG: Das hätte sich der Fahrgastverband gewünscht
Ob Verständnis für die Maßnahme oder nicht, der Streik bei der BVG am 27. Januar stellt die Pläne vieler Berliner auf den Kopf. So wie sie eigentlich immer zur Arbeit oder zu Terminen kommen, wird es an diesem Tag nämlich nicht laufen. Stattdessen werden andere Verkehrsmittel herhalten müssen. Und das den ganzen Tag!
Erst am Dienstagnacht um 3 Uhr sollen der Betrieb bei der BVG wieder anlaufen. Für den Sprecher der Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (Igeb), Christian Linow, nicht ganz verständlich. Gegenüber dem RBB-Inforadio erklärte er zwar, dass außer Frage stehe, dass sich beispielsweise bei den Arbeitsbedingungen etwas ändern müsse. Trotzdem hätte er sich mehr Augenmaß gewünscht, stellt er klar. So wäre es auch möglich gewesen, einen kürzeren Warnstreik anzusetzen, für nur einige Stunden.
Alle Hoffnungen liegen auf 31. Januar
Damit hätte sich die Fahrgäste besser arrangieren können und die Position der Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen wäre dadurch auch nicht geschwächt worden, hieß es von der Igeb.
+++ BVG-Streik in Berlin! DIESE Buslinien fahren trotzdem +++
Vielleicht eine Möglichkeit für künftige Streiks? Immerhin könnten weitere Arbeitsniederlegungen auf die Fahrgäste zukommen, sollten sich die BVG und die Gewerkschaft Verdi in ihren Verhandlungen nicht einigen können.
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Noch dürften die Hoffnungen aller Beteiligter aber auf einer Einigung liegen. Am 31. Januar findet die nächste Gesprächsrunde statt und dann möchte die BVG ein Angebot vorlegen. Ob dieses dann möglicherweise die Tarifverhandlungen schon beenden könnte – und damit auch weitere Streiks – bleibt abzuwarten. (mit dpa)