Unzählige Hunde, Katzen, Kaninchen, Reptilien und andere Haustiere warten im Tierheim Berlin auf ein neues Zuhause. Viele von ihnen haben ein trauriges Schicksal. Ihre ehemaligen Besitzer setzten sie auf die Straße, wo die ehrenamtlichen Tierretter sie dann finden.
Nun postete das Tierheim auf seiner Facebook-Seite eine ganze Reihe von Fundtieren aus Berlin. Bei den Tierfreunden sorgt dies in der Kommentarspalte für große Emotionen. Schnell entbrennt eine wilde Diskussion.
Tierheim Berlin teilt traurigen Fund
Unzählige Schildkröten, verschiedene Schlangen und Geckos haben die Tierschützer im vergangenen Jahr in ganz Berlin gefunden. Sogar ein Bartagame ist dabei. Noch ungewöhnlicher wird es bei diesen Haustieren. In Köpenick haben Tierfreunde eine Box mit Achatschnecken entdeckt.
+++ Tierheim Berlin macht es öffentlich: Tierfreunde können es nicht fassen – „Schon wieder“ +++
Die Tierheim-Community ist entsetzt über die Grausamkeit der Halter. “Leute, was setzt man noch so alles vor die Tür? Es ist erschreckend. Danke für die Rettung”, schreibt eine Facebook-Userin. “Es ist erschreckend, was Menschen jeden Tag so aussetzen, ohne sich irgendwelche Gedanken um das Lebewesen zu machen. Was ist das für eine total verrohte Gesellschaft”, macht es eine andere noch deutlicher.
“Die haben keine Tiere verdient”
Eine weitere Tierfreundin macht klar: “Es gibt viele viele böse Menschen, die haben keine Tiere verdient.” Neben Pfingsten, Ostern und den Sommerferien werden in der Zeit vor Weihnachten besonders viele Tiere abgegeben.
Laut dem “rbb” werden in Deutschland etwa 350.000 Tiere pro Jahr in Tierheimen aufgenommen. Auch in Berlin hat sich die Zahl der Abgabeanfragen deutlich erhöht. Waren es 2022 noch etwa 3.000 Anfragen, steig die Zahl 2023 bereits auf 3.700. Die Tierschützer sind am Limit, doch Verbesserung ist nicht in Sicht.
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In einem Interview mit dem “rbb” machte Tierheim-Chefin Eva Rönspieß erst vor wenigen Tagen deutlich, wie groß die Probleme in der Aufnahmestelle wirklich sind. Das Geld fehle an allen Ecken und Enden. Die Senatskürzungen, die auch den Tierschutz machen die Situation nicht gerade einfacher.