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Union Berlin im Stimmungstief – Fanplakat setzt allem die Krone auf

Zur Winterpause sieht es für Union Berlin düster aus: acht Spiele ohne Sieg. Doch die Fans haben darauf eine ganz eigene Reaktion.

Union Berlin
© IMAGO/Noah Wedel

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Zu Beginn der 2000er spielte Union Berlin noch in der Oberliga. Seitdem hat der Verein eine lange Reise hinter sich, die im vergangenen Jahr mit der Champions-League-Teilnahme ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat.

Das Weihnachtsfest haben sich Fans und Verantwortliche bei Union Berlin sicherlich anders vorgestellt. Der Start in die aktuelle Saison gelang dem Klub aus dem Osten Berlins ziemlich gut. Und das obwohl der Last-Minute-Abgang von Robin Gosens für mächtig Unruhe gesorgt hatte.

Doch inzwischen ist die Formkurve in Köpenick eingeknickt. Seit nunmehr acht Ligaspielen warten die Eisernen auf einen Sieg. Zudem flog man im Pokal gegen Bielefeld raus. Jetzt sorgte ein Fanplakat für Furore.

Union Berlin: Aus Lust wurde Frust

Beim Auswärtsspiel in Bremen wollten sich Fans und Mannschaft von Union Berlin mit einem Erfolg in die Winterpause verabschieden. Die Fans gingen mit einer beeindruckenden Choreo voran: Sie verteilten hunderte rot-weißer Fahnen und hielten ein Plakat in die Höhe, auf dem “Aus Freude am Fußball” zu lesen war.

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Doch die Freue kehrte sich auf dem Platz rasch in Frust um. Denn gegen Werder verlor Union Berlin mit 1:4 deutlich. Zwar zeigt die Formkurve der Bremer derzeit stark nach oben. Eine so klare Niederlage zeigt dennoch, wie sehr man mit den Ambitionen in Köpenick gerade haushalten muss.

Hält das Team trotz allem zusammen?

Um die Schräglage in der Rückrunde noch rumreißen zu können, braucht es bei Union Berlin vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung. In diesem Punkt sind derzeit alle darum bemüht, Eintracht auszustrahlen. “Der Trainer erreicht uns noch, wir sind nach wie vor guter Dinge”, sagt etwa Stürmer Benedict Hollerbach.



Denn dass die von den Fans beschworene Spielfreude so sehr fehlt, liegt vor allem an der schwachen Offensive. In den vergangenen Jahren waren die Konter und Angriffe von Union Berlin ligaweit gefürchtet. Ein Topscorer wie Jordan Siebatcheu erzielte in der aktuellen Spielzeit keinen einzigen Treffer. Seine Konkurrenten spielen dennoch kaum, weil sie im Training offenbar nicht überzeugen. Die Freude am Fußball, sie muss in Köpenick aus einem tiefen Schlummer geweckt werden.